Technische/r Systemplaner/in Fachrichtung Stahl- und Metallbautechnik

Berufsbezeichnung

Technische/r Systemplaner/in Fachrichtung Stahl- und Metallbautechnik

Einschulungsvoraussetzung

Hauptschulabschluss oder gleichwertiger Abschluss und Lehrvertrag (Realschulabschluss bzw. FHR bzw. HR wünschenswert)

Ausbildungsdauer

3,5 Jahre
Die schulische Ausbildung erfolgt über Teilzeitbeschulung in einwöchigen Blöcken. In Baden Württemberg erfolgt die Ausbildung an drei Standorten in sogenannten Bezirksfachklassen, nämlich in Freiburg, Heilbronn und Karlsruhe, statt.

Arbeitsgebiet

Technische Zeichner/innen erstellen selbständig technische Unterlagen. Die dazu notwendigen Vorgaben werden den Skizzen, handschriftlich geänderten Zeichnungen, Entwürfen, Beschreibungen und mündlichen Anordnungen entnommen. Je nach Arbeitsgebiet und betrieblichen Erfordernissen gibt es verschiedene Schwerpunkte und Einsatzmöglichkeiten, z.B. Konstruktion oder Entwicklung in Industrie und Handwerk, wie z.B. Stahlhallenbau, Türen, Tore, Treppen, Fenster- und Fassadenbau.

Berufliche Fähigkeiten

Technische Zeichner und Technische Zeichnerinnen führen vorwiegend die Detaillierungen aus, ergänzen und komplettieren Vorgaben der Konstrukteure zum endgültigen, kompletten Zustand einer Zeichnung. Sie arbeiten manuell oder rechnerunterstützt und sorgen dafür, dass die von ihnen erstellten Daten gesichert sind und weiterverarbeitet werden können. Sie sind verantwortlich für die Vollständigkeit und Übersichtlichkeit sowie die norm-, funktions- und fertigungsgerechte Ausführung der technischen Zeichnungen und Unterlagen. Dabei müssen sie wirtschaftliche und umwelttechnische Gesichtspunkte beachten und darüber hinaus dazu beitragen, dass die Kommunikation mit den korrespondierenden Abteilungen des Betriebes erfolgen kann.

  • fertigen technische Zeichnungen und Skizzen für Werkstatt und Baustelle an
  • führen Detailkonstruktionen und Berechnungen aus
  • fertigen Abwicklungen, Durchdringungen und perspektivische Darstellungen an
  • berücksichtigen bauphysikalische Anforderungen
  • wirken bei Arbeitsaufgaben anderer Fachgebiete mit.

Berufliche Perspektiven

Technische Zeichner und Technische Zeichnerinnen arbeiten in Kooperation mit dem Konstrukteur. Dabei erledigen sie nach Abstimmung die Arbeit selbständig. Ständige Fortbildung, z.B. neue Softwareversionen im Bereich CAD sowie eingesetzte konstruktive Elemente, Fertigungsmöglichkeiten, Werkstoffe und technische Zulieferteile, um immer auf dem aktuellen technischen Stand zu bleiben, werden vorausgesetzt.

Nach entsprechender Berufspraxis kann der Technische Zeichner und die Technische Zeichnerin über den Teilekonstrukteur bis in die Konstruktionsebene gelangen und Aufgaben eines Gruppenleiters übernehmen.

Nach der Prüfung zur Anerkennung der Ausbildereignung können Technische Zeichner und Technische Zeichnerinnen auch als verantwortliche Ausbilder tätig werden.

Nach entsprechender beruflicher Praxis und Vorbereitung kann die Prüfung zum geprüften Konstrukteur/in abgelegt werden.

Nach zwei Jahren Vollzeitschule oder vier Jahren Teilzeitschule kann die Prüfung zum staatlich geprüften Techniker/in abgelegt werden.

Bei vorliegen der Fachhochschulreife oder der Hochschulreife (Abitur) ist auch ein ingenieurwissenschaftliches Studium an einer Fachhochschule (FH) oder Hochschule (UNI) mit dem Abschluss Diplom-Ingenieur/in (FH) oder Diplom-Ingenieur/in möglich.

Zirka 30% der ausgebildeten Technische Zeichner und Technische Zeichnerinnen bilden sich weiter zum Techniker/in  oder Ingenieur/in.