Mit dem TEE Rheingold auf Maybach-Bildungs-Tour

Im Rahmen eines Pilotprojekts sind zwei Klassen des Technischen Gymnasiums auf Bildungs-Tour mit der Wilhelm und Karl Maybach Stiftung gegangen. Die Schülerinnen und Schüler fuhren in einem historischen Trans Europ Express nach Neumarkt in der Oberpfalz. Dort sind – weltweit einzigartig – in einem Museum mehr als zehn Prozent aller noch existierenden Maybach-Fahrzeuge zu sehen. Zwischen 1921 und 1941 wurden ca. 1800 Maybach-Autos gebaut, von denen heute noch etwa 160 vorhanden sind.

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Das Besondere der Reise: Für die Bildungs-Tour war von der Stuttgarter Firma ExitGames eigens ein mobiles Maybach-Spiel entwickelt worden, bei dem während der Fahrt aufeinander aufbauende Rätsel gelöst werden mussten. Damit wurde spielerisch Wissen zur maybachschen Innovationsgeschichte vermittelt sowie zu den Lebenswegen von Wilhelm und seinem Sohn Karl Maybach. Das machte die Zugfahrt informativ und kurzweilig: „Ich würde mir wünschen, dass es immer, wenn ich mit dem Bus in die Schule fahre, so ein Rätsel gibt“, meinte etwa die Schülerin Büşra Aliş. Besonders gefiel ihr, dass man über die Aufgaben wirklich grübeln musste und dafür Teamarbeit gefragt war.

WKMF 18Ulrich Schmid-Maybach, Urenkel von Wilhelm Maybach, gründete die Wilhelm und Karl Maybach Stiftung.Initiiert hat diese erste Maybach-Bildungs-Tour die Wilhelm und Karl Maybach Stiftung mit Sitz in Stuttgart. Gründer der Stiftung ist der Urenkel von Wilhelm Maybach, Ulrich Schmid-Maybach. Sein Ziel ist es, Innovation anzustoßen und Bildung zu fördern. „Mit der Stiftung möchten wir junge Menschen erreichen. Wenn wir ihnen Maybach-Geschichte, und das bedeutet für mich vor allem Innovationsgeschichte, näher bringen, möchten wir auch Impulse geben, Vergangenheit und Zukunft miteinander zu verknüpfen oder aus einer neuen Perspektive zu betrachten“, sagte Ulrich Schmid-Maybach. Seine Mutter Irmgard, Enkelin von Wilhelm Maybach, hat den Maybach-Preis gestiftet, mit dem die Wilhelm-Maybach-Schule jedes Jahr ihre besten Absolventen ehrt.

Der Maybach Stiftung war es in Kooperation mit der Deutsche Bahn Stiftung gelungen, für die Tour einen historischen Trans Europ Express mit einem Rheingold-Clubwagen und zwei historischen Erste-Klasse-Wagen bereitzustellen. DSC08094Der historische Trans Europ Express (TEE) Rheingold der Deutsche Bahn Stiftung fuhr als Sonderzug nach Neumarkt. Zum Einsatz kamen eine Diesellokomotive der Baureihe BR 218 mit MTU-Motoren, den Nachfolgern der Maybach-Motoren, sowie eine Elektrolokomotive der Baureihe BR 111, auf die nach halber Strecke gewechselt wurde.

Schulleiter Dieter Thumm dankte den Mitarbeitern der Wilhelm und Karl Maybach Stiftung für die beeindruckende Reise. „Ich habe mich riesig gefreut, zusammen mit zwei Klassen des Technischen Gymnasiums, mit einem historischen Zug aus meiner Kindheit an dieser Bildungsfahrt teilzunehmen“, so Dieter Thumm. Für ihn ist über die Faszination für die maybachschen Konstruktionsleistungen hinaus die Arbeitshaltung von Wilhelm Maybach beispielgebend: „Man kann etwas gestalten und voranbringen, wenn man sich mit einer Sache intensiv beschäftigt und gute Ideen beharrlich verfolgt.“ (en)

Fotos: Wilhelm und Karl Maybach Stiftung/Mark Dean